Google Adwords für Immobilienmakler
Wenn Sie Google benützen, kennen Sie sicher Google AdWords - die Kleinanzeigen an der Seite. Diese sind eine interessante Möglichkeit gezielt und mit kontrolliertem finanziellem Einsatz Kunden zu gewinnen.
Doch Achtung: Wenn Sie blind darauf los legen, könnte der Versuch in Frustration enden. Wir möchten versuchen, Sie etwas in die "Besonderheiten" von Google AdWords zu führen.
Vor etwa mehr als einem Jahr haben wir damit begonnen, Google AdWords zu nützen. Alleine das Erstellen der Anzeige dauerte dann doch etwas länger, als zuerst gedacht. Das beginnt mit der Zeichenbegrenzung je Zeile.
Lassen Sie sich deshalb erst einmal Zeit. Ein Hilfsmittel kann sein, erst einmal Begriffe zu sammeln, die zum eigenen Angebot passen. Schreiben Sie jeden Begriff auf ein Post-it (diese selbstklebenden kleinen Zettelchen) und kleben Sie die Zettel an die Bürotüre. Lassen Sie sich Zeit. Im Laufe der nächsten Tage fällt Ihnen sicher noch etwas ein. Kleben Sie die, die Sie für wichtig halten in den oberen Bereich und die unwichtigen in den unteren Bereich.
Begriffe könnten sein: Immobilien, Denkmalschutz, Hamburg, seriös, Beratung, Datenbank, usw.
Wenn Sie meinen, alle Begriffe gesammelt zu haben, gehen Sie noch einmal auf die Wichtigkeit ein. Prüfen Sie Ihre Anordnung. Jetzt ziehen Sie gedanklich in der Mitte einen Strich. Auf die rechte Seite kommen alle Begriffe, mit denen Sie sich von Ihren Mitbewerbern abheben. Immobilien kommt also auf die linke Seite. Immobilien bieten ca. 300.000 Internetseiten in deutscher Sprache an. Wenn nur 1% davon Google AdWords nützen, schwimmen Sie in einem Pool von 3.000 Anbietern.
Wenn Sie nun die Begriffe haben, die Sie zu etwas besonderem machen, prüfen Sie Ihre Internetseite. In DIACS Immoplain können Sie Ihre Texte einfach im Content Management System (CMS) überarbeiten. Sorgen Sie dafür, dass die Begriffe auf Ihrer Internetseite vorkommen. Am besten schon auf der Startseite.
Wenn Sie das erledigt haben, warten Sie noch zwei oder drei Tage. Eine Pause haben Sie sich jetzt verdient. Google und andere Suchmaschinen benötigen etwas Zeit, bis sie Ihre Internetseite wieder gecrawlt (nach Begriffen durchsucht) haben.
So, nun gilt es aus den Begriffen einen kurzen, knackigen Anzeigentext zu formulieren. Geben Sie einen Begriff nach dem anderen auch zusammen mit dem Begriff "Immobilien" in Google ein (z.B. Denkmalschutz Immobilien) und schauen Sie am rechten Bildrand, wer mit Ihnen spielt. Schauen Sie sich die Anzeigen an, die auf den vorderen Positionen landen. Nun fällt Ihnen sicher ein passender Werbetext ein.
Parallel befragen Sie Freunde und Bekannte. Möglichst Menschen, die keine direkte Affinität zu Ihrem Job haben. Welche Begriffe würden sie in Google eingeben, wenn Ihre Bekannten nach dem suchen, was Sie von den anderen abhebt. Überprüfen Sie dahingehend noch einmal Ihre Begriffe und den Entwurf Ihres Texts.
Wenn Sie so weit sind, müssen Sie sich für Google AdWords anmelden. Dies ist Schritt für Schritt auf dieser Seite erklärt.
Das Budget wird inzwischen monatlich festgelegt (auch wenn es nachher im Dashbord noch als Budget/Tag ausgewiesen wird). Früher konnte man das Budget nur tageweise festlegen.
Steigen Sie ruhig erst einmal mit einem niedrigen Budget ein. Das Minimum ist 30 Euro/Monat.
Nun geht es ans Eingemachte: Einige Begriffe in Google AdWords verwirren Sie sicher. Darum sollen diese hier erklärt werden:
Werbenetzwerke und Empfänger
Mein persönlicher Tipp: Wählen Sie erst einmal "Ich möchte auswählen?" - also nicht alle verfügbaren Websites. Warum? Zuerst müssen wir klären was Werbenetzwerke sind. Es handelt sich um Internetseiten wie z.B. immobilienportale.com. Werbenetzwerke sind wie das Weibchen bei der Kreuzspinne. Es kann ein erfolgreiches Erlebnis sein, kann aber auch den Tod bringen.
Bei einigen Internetseiten ist Ihnen an der Seite vielleicht schon eine Leiste aufgefallen - darüber steht "Google-Anzeigen". Das sind Werbenetzwerke. Sozusagen das Gegenstück zu Google AdWords ist Google Adsene. Dort können sich Internetseiten anmelden, um Google Anzeigen in Ihre Internetseite einzubinden. Wenn ein Besucher der Seite auf die Anzeige klickt, bekommt der Betreiber der Internetseite ein Stück vom Kuchen ab. Bei jedem Klick verdient er an Ihrer Anzeige. Ein Schelm der böses denkt. Google weist die Betreiber besonders darauf hin, dass sie als Betreiber nicht selbst klicken dürfen, um sich so zu bereichern. Doch kann man so kontrollieren, ob der Betreiber vielleicht Freunde und Bekannte bittet, auch ab und zu mal eine Werbeanzeige zu klicken? Letztendlich nicht. Deshalb (meine Meinung) sollten Sie Werbenetzwerke (später, wenn Sie Erfahrung gesammelt haben) kontrolliert auswählen.
CPC - Cost per Click
Wenn Ihre Anzeige im Google Suchergebnis oder im Werbenetzwerk (dazu später mehr) erscheint und ein Internetbenutzer auf die Anzeige klickt, kostet Sie das Geld. Das ist der Moment wo Google und die Werbenetzwerke verdienen! Und das ist der Moment wo es wichtig ist, dass die Person geklickt hat, die Sie erreichen möchten!
Die Kosten für einen Klick sind nicht fest, sondern werden dynamisch durch Google festgelegt. Das ist genau das, was viele AdWords Anwender verzweifeln lässt an der Frage "Weshalb bezahle ich so viel und erreiche keine Interessenten?".
Rufen Sie sich immer den folgenden Satz ins Gedächtnis: Das Interesse von Google und den Werbenetzwerken ist: Geld verdienen!
Ihr Interesse ist: Bei geringst möglichem Einsatz die meisten Interessenten zu gewinnen!
Beide Interessen stehen (zum Teil) im Widerspruch. Auch der Anzeigenverkäufer vom Großstadt-Kurier wird, wenn er ein guter Verkäufer ist, Ihnen folgendes vermitteln: Du musst öfter inserieren und größere Inserate schalten. Dabei denkt er aber nur an seine(!) Provision.
Um dies auf Google Adwords zu übertragen: Die Häufigkeit steuern Sie mit dem Gesamtbudget. Die Größe steuern Sie mit dem Maximum für CPC (Cost per Click).
Lassen Sie sich nicht darauf ein! Wie Sie dagegen steuern können, erklären wir später.
Keywords
Jetzt kommen die Begriffe zum tragen, die Sie an der Türe gesammelt haben und die Sie bei Freunden und Bekannten abgefragt haben. Geben Sie hier die Begriffe ein. Stop: Nicht einzeln! Überlegen Sie sich gut, ob Sie mit einem Einzelbegriff gut platziert werden. Der beste Platz ist auf der ersten Seite ganz oben. Jetzt denken Sie sicher, dass das der teuerste Platz ist. Genau da kommt der Irrtum bzw. das Kuriosum von Google Adwords. Das Preissystem funktioniert ähnlich einer Auktion. Das Ziel von Google Adwords ist es, so viel wie möglich für die Platzierung heraus zu schlagen. Aber: Das höhere Ziel von Google ist es, den Suchenden zum richtigen Suchergebnis zu führen.
Um es etwas konkret werden zu lassen: Wenn Sie als Immobilien Huber mit dem Keyword "Immobilien" auf der ersten Seite des Suchergebnisses ganz oben erscheinen möchten, dann müssen Sie vielleicht bei "Cost per Click" ein Budget von 50 Euro einsetzen (wie im Lotto - je höher der Einsatz (Systemspiel) desto größer die Wahrscheinlichkeit). Vergessen Sie aber nicht das Ziel von Google: Geld!
Jetzt kommt das verrückte: Je passender Ihre Seite ist, zu dem was der Internetbenutzer suchte, desto billiger(!) wird ihre Anzeige. Es kann also sein, dass ein Portal, das von Googles Algorithmus als passender eingestuft wird, für den gleichen Suchbegriff nur 2 Euro per Click bezahlt, um die Nummer 1 zu sein.
Sie merken: Es macht keinen Sinn gegen Windmühlen zu kämpfen.
Wie können Sie nun dagegen steuern: Wenn Sie nach Immobilien in Google suchen, erhalten Sie ungefähr 27 Millionen Internetseiten als Ergebnis. Was tun sie, wenn Sie Suchender sind? Richtig: Sie spezifizieren Ihre Suchanfrage. D.h. Sie geben zwei oder mehr Begriffe ein, oder vielleicht eine Phrase - "günstige Altstadtwohnung in Hamburg". Aha, nur noch 18.000 Suchbegriffe und, viel wichtiger: Nur noch eine Google Adword Anzeige neben dem Suchergebnis. Dieser Unternehmer ist also Platzhirsch bei meiner Suchanfrage. Und wahrscheinlich bezahlt er nur 10 Cent für meinen Mausklick. Hat es jetzt bei Ihnen Klick gemacht?
Also: Keywords mindestens immer zwei eingeben. Verwenden Sie auch Phrasen, wenn Sie denn passen.
Um die Auswirkungen des Einsatzes im Zusammenhang mit der Position zu verdeutlichen sei auch die Internetseite von CPC Consulting empfohlen (http://www.cpc-consulting.net/adwords-cpc-calculator/ ).
Ihre Internetseiten
Idealerweise kommen die Suchbegriffe in Ihren Internetseiten vor, so dass diese auch im Google Suchergebnis erscheinen würden. DIACS Immoplain unterstützt Sie dabei. Durch die Search Engine Optimierung (SEO) werden die Substantive und Adjektive aus der Objektbeschreibung automatisch in die Keyword des Header-Tags übertragen. Dabei können Sie über eine Ausschlussliste festlegen, welche Substantive oder Adjektive nicht übernommen werden sollen (z.B. einfach, Stadt, Auto, usw.).
Zu Google Adwords gibt es inzwischen auch Bücher, die sicher weiterhelfen, wenn man sich noch intensiver damit befassen möchte.
Nun aktivieren Sie erst einmal Ihre Anzeige. Wenn Sie sich dann wieder in Google einloggen und Adwords aufrufen, sehen Sie nach einigen Tagen einige Ergebnisse.
Die Screenshots zeigen, wie das Ergebnis aussehen könnte. Als Anfänger haben Sie Google die Einstellung für die maximalen Kosten per Klick automatisch einstellen lassen. Google gibt Ihnen jetzt auch Verbesserungsvorschläge für Ihre Keywords. Die können Sie prüfen und ggf. annehmen. Langsam sollten Sie jetzt doch wieder mehr "das Heft in die Hand nehmen". Steuern Sie, wie viel Sie für einen Klick ausgeben möchten. Nicht Google soll Ihnen den Preis diktieren. Unter Umständen macht es Sinn, auf ein Keyword oder auf die Kombination von Schlüsselwörtern zu verzichten, wenn letztendlich der Klick doch nicht zum Erfolg führt.
Dies sollte nur eine Einführung sein, um Sie vor den gefährlichsten Klippen in der Nutzung von Google Adwords zu bewahren. Viel Erfolg, mit Ihrer Kampagne!


